KI vs. IQ - wie schlau bist du...

 

Die Abkürzung IQ steht für das Wort Intelligenzquotient. Wie das Wort Quotient bereits verratet, hat die Berechnung des IQs mit Mathematik zu tun.

 

KI ist die Abkürzung für künstliche Intelligenz, wir haben darüber im letzten Jahr einen Artikel verfasst. Die Abkürzung IQ steht für das Wort Intelligenzquotient.


Unter Intelligenz versteht man, dass der Mensch Dinge erkennen, verstehen und zuordnen kann. Das Wort Intelligenz  kommt von dem lateinischen Wort „intellegere“ und bedeutet wörtlich übersetzt "zwischen etwas wählen“.  Was aber Intelligenz genau ist, was man darunter exakt versteht und wie man sie bestimmt, ist bis heute nicht ganz klar bzw. eindeutig. .

Alfred Binet, der 1905 mit dem Binet-Simon-Test den ersten brauchbaren Intelligenztest entwickelt hatte, gab die geistige Leistungsfähigkeit als Intelligenzalter an. Der Test bestand aus Aufgaben mit ansteigender Schwierigkeit, die  für die jeweiligen Altersgruppen lösbar sein sollten.  Ein  zehnjähriges Kind sollte alle Aufgaben bis zu seiner Altersgruppe lösen können. Konnte das Kind nicht alle Aufgaben seiner Altersgruppe richtig lösen, hatte es ein niedrigeres Intelligenzalter. Schaffte es hingegen auch Aufgaben der höheren Altersgruppe (11,12...), hatte es ein höheres Intelligenzalter.

William Stern setzte dieses Intelligenzalter ins Verhältnis zum Lebensalter und erfand so 1912 an der Universität Breslau den Intelligenzquotienten.

Die Formel lautet: IQ = Inteliquenzalter/Lebensalter * 100

Dadurch konnten IQ-Werte ermittelt werden.


 Werte  Intelligenzbewertung
 100  durchschnittliche Intelligenz
 über 100 überdurchschnittliche Intelligenz
unter 100 unterdurchschnittliche Intelligenz
160 Steve Jobs, Bill Gates und Albert Einstein
230 australische Mathematiker Terence Tao


Schnell erkannte man, dass diese Bewertung kaum aussagekräftig war. Heutzutage sind Intelligenztests vielfältiger angelegt, einzelne Intelligenzfaktoren werden durch eine Reihe von unterschiedlichen Aufgaben gemessen.

Zu den Intelligenzfaktoren gehören:

  • Wahrnehmungsgeschwindigkeit
  • Raumvorstellung
  • Sprachverständnis
  • Logisches Denken
  • Rechenfähigkeit
  • Gedächtnisleistung

Man kann an dieser Art von Testung zwei Dinge genau erkennen:

  1. Gesamtintelligenzquotienten = IQ (ein Rangplatz innerhalb einer vergleichbaren Gruppe)
  2. Intelligenzprofil =  einzelne Stärken und Schwächen der Intelligenz werden ermittelt.

Intelligenztests gibt es in vielen Bereichen des Lebens, zum Beispiel in der Schulberatung oder in der Berufsberatung. Alle Begabungen eines Menschen können dadurch aber nicht ermittelt und schon gar nicht errechnet oder gar bewertet werden. KreativitätErfindungsgeist, Sprache, Spontanität, soziale Fertigkeiten und künstlerische Fähigkeiten werden nicht mit einbezogen, obwohl sie für das eigentliche  Leben von großer Bedeutung und Wert sind. Außerdem hängen Ergebnisse des Intelligenztests von der jeweiligen Testsituation, von den Prüfungsinhalten sowie von den Prüfern ab. 


Eigentlich wie in der Schule: Deine Zeugnisnote in einem Gegenstand kann man auch nicht nur auf Grund der Schularbeiten ermitteln, sie sind nur ein Teil  der Gesamtbewertung. Diese hängt nicht nur von den unterschiedlichen  Lerninhalten bzw. Lernsituationen, sondern auch vom persönlichen - subjektiven Eindruck deines Lehrers ab. Mitarbeit, Hausübungen, Präsentationen, soziales Handeln, Kreativität, Präsentationsfähigkeit (Gelerntes auch erklären können), Problemlösungsfähigkeit & vieles mehr machen deine Gesamtbewertung im Leben  - machen dich zum Menschen aus.



Fazit:  IQ und Noten sind eine Form der Bewertung, sagen aber nicht alles über dich aus! Da gehört noch ganz viel mehr dazu als nur ein jeweiliges Testverfahren für manche Bereiche.


Webtipp:

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